Bissendorfer DRK-Helfer im Einsatz an der Elbe
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Bissendorfer DRK-Helfer im Einsatz an der Elbe

Am Samstag, den 08.06.2013 rückten Einsatzkräfte des DRK-Kreisverbandes Osnabrück-Land zum Katastrophenschutzeinsatz nach Sachsen-Anhalt aus. Ihre Aufgabe war es, mit rund 60 Einsatzkräften ein Verpflegungs- und Evakuierungszentrum in Stendal zu betreiben.

Die Feldküchen bereiteten bis zu 1300 Portionen pro Mahlzeit zu

Eine große Zahl von Hilfsangeboten ging im Evakuierungszentrum ein. Am Infopunkt konnten Betroffene Einsicht die Angebote nehmen

Die mediale Aufmerksamkeit im Verpflegungs- und Evakuierungszentrum war groß. Hier der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff, im Gespräche mit Einsatzleiter Jens Kasselmann

Ein Ruheraum für evakuierte Einwohner

Blick auf den Küchenbereich und die Sporthalle mit Verpflegungs- und Aufenthaltsbereich.

Einsatzleitung: Schnittstelle zwischen dem Verpflegungs- und Evakuierungszentrum und dem Katastrophenschutzstab und weiteren Einrichtungen.

Vor Ort organisierten die Einsatzkräfte Unterkunft, Verpflegung, Einsatzleitung und die technische Unterstützung. Die Betreuungsgruppe kümmerte sich um die Unterbringung von bis zu 600 Betroffenen und Einsatzkräften im Berufsschulzentrum Stendal. Dazu gehörte das Einrichten einer Personenregistrierung und von Ruheräumen, aber auch immer wieder Gespräche mit evakuierten Personen. Für die Strom- und Wasserversorgung von vier im Einsatz befindlichen Feldküchen sorgte die Gruppe Technik und Sicherheit. Darüber hinaus wurde das Gelände ausgeleuchtet und zahlreiche Wartungsarbeiten durchgeführt. Vor Ort wurden täglich vier Mahlzeiten für bis zu 600 Betroffenene und Helfer im Evakuierungszentrum und bis zu 700 Einsatzkräfte im Landkreis Stendal zubereitet und verteilt.

Als sehr beeindruckend wurde die Hilfsbereitschaft der Menschen untereinander empfunden. Neben den übernommen Aufgaben durch die Hilfskräfte, konnte den Betroffenen ein Kinderkino, eine Hüpfburg, Physiotherapie, Kutschfahrten und vieles mehr angeboten werden. Durch eine ortsansässige Hausärztin wurden täglich Sprechstunden angeboten. Mitarbeiter örtlicher Behörden und Firmen boten vor Ort Unterstützung bei Versicherungs- und Verwaltungsfragen. Bis zu sechs Notfallseelsorger hatten für Betroffene und Einsatzkräfte jederzeit ein offenes Ohr. Außerdem gewährten das naheliegende Schwimmbad und der Zoo den betroffenen Personen freien Eintritt. Örtliche Firmen spendeten zudem Lebensmittel, angefangen vom Grillabend bis zum hausgemachten Eis. Ein herzliches Dankeschön geht an die Lehrer und Schüler der Berufsbildenden Schulen Stendal. Zu jeder Uhrzeit konnten sich die Hilfskräfte auf die Unterstützung von Ihnen verlassen.

Für die Rotkreuzler des DRK Bissendorf war der Einsatz am Sonntag, den 16.06.2013 vorerst beendet. Sie wurden abgelöst durch andere Einsatzkräte aus dem Landesverband Niedersachsen. Zurück bleibt dort zunächst der Einsatzleitwagen. Das Verpflegungs- und Evakuierungszentrum in Stendal wird voraussichtlich noch einige Tage weiter betrieben.

21. Juni 2013 21:51 Uhr. Alter: 5 Jahre